GBA LABORGRUPPE - Morpholin in Obst und Zitrusfrüchten





















 
Untersuchung auf Morpholin in Obst


Die GBA hat die Bestimmung von Morpholin in Obst in ihr Leistungsspektrum aufgenommen und bietet die Analyse ab sofort auch als Schnellanalyse per LC-MS/MS an.

Im September gab es erste Meldungen über das RASFF-Schnellwarnsystem. In Großbritannien wurde Morpholin in Äpfeln nachgewiesen, die aus Chile importiert wurden. Die EU-Kommission teilte mit, dass es sich aus lebensmittelrechtlicher Sicht bei Morpholin in der Verwendung von Oberflächenbehandlungsmitteln (Wachse) um einen Zusatzstoff handelt. Es gibt derzeit jedoch keine Zulassung für Morpholin in Deutschland sowie in der EU, auch wenn das gesundheitliche Risiko für die Verbraucher als gering eingestuft wird.
Zugelassen ist Morpholin als Zusatzstoff bisher nur in den USA, Kanada, Südafrika, Chile und Australien, wo Morpholin insbesondere bei frischem Obst - vor allem bei Zitrusfrüchten, Kernobst und Exoten - zur Oberflächenbehandlung angewendet wird. Demzufolge besteht nun die Gefahr, dass Morpholin auf gewachsten Früchten enthalten sein kann, die in Mitgliedsstaaten der EU importiert werden. Als erste Reaktion wurden in Großbritannien die Lebensmitteleinzelhändler angewiesen, dass Äpfel nicht in den Verkauf dürfen, wenn sie mit einem Morpholin-haltigen Wachs behandelt wurden.

(01.12.2010)






 

 
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